Burlons Corona Update 22.10.2020

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

mein Urlaub geht dem Ende entgegen und es ist einfach heftig, wenn man allein die Entwicklung der Pandemie in den letzten 10 Tagen betrachtet.

Weiterhin von Tag zu Tag Rekordzahlen von Infizierten auf allen Ebenen. Während ich vor ein paar Tagen noch von erstmals mehr als 300 gleichzeitig infizierten Personen im Kreis Offenbach berichten musste, sind es Stand heute fast 500 Menschen, die derzeit mit dem Corona-Virus infiziert sind. Die sog. Inzidenz hat mit 79,5 Infizierten/100.000 Einwohner/7 Tagen nun auch bei uns im Kreis den höchsten Warnwert überschritten.

Demzufolge kennen auch die Infiziertenzahlen in Dreieich am Ende nur eine Richtung – nach oben. Gemäß heutiger Mitteilung sind wir nun bei 64 Personen und täglich kommen neue positive Fälle hinzu – stecken sich Dreieicherinnen und Dreieicher bei uns oder in der Region an.

Die Zahlen der Patienten, die stationär behandelt werden müssen, steigen leider gleichsam mit den Infiziertenzahlen. Auch wenn es weiterhin noch keine Engpässe in der Betreuung und Behandlung gibt, auch hier gilt es die Entwicklung dringend zu stoppen – wir haben erst Oktober und je nach Wetterlage müssen wir noch bis ins Frühjahr mit kaltem Schmuddelwetter klarkommen – das ist noch ein langer Weg …

Nicht zuletzt aufgrund des Erreichens der höchsten Corona-Warnstufe hat der Kreis Offenbach heute neue Regelungen für das Kreisgebiet erlassen, so dass ab Samstag, 24.10.2020 folgendes auch in Dreieich gilt:

  • Der Aufenthalt im öffentlichen Raum (einschließlich Parks und Grünanlagen) ist nur alleine, in Gruppen von höchstens fünf Personen oder mit den Angehörigen des eigenen und eines weiteren Haushaltes gestattet. Diese Regelung ersetzt überall die in der Landesverordnung auf maximal zehn Personen definierte Gruppengröße.
  • An privaten Feiern und privaten Veranstaltungen mit vornehmlich geselligem Charakter dürfen außerhalb des öffentlichen Raums (zum Beispiel in angemieteten Räumen, Gaststätten, Vereinsheimen) höchstens zehn Personen oder die Angehörigen aus maximal zwei Haushalten teilnehmen.
  • Für Feiern in privaten Räumen, insbesondere in Wohnungen, wird dringend empfohlen, die Teilnehmerzahl von zehn Personen nicht zu überschreiten.
  • Gäste in Gaststätten und Übernachtungsbetrieben müssen beim Betreten und Verlassen der Lokalität, in den Gängen und beim Aufsuchen von Gemeinschaftseinrichtungen, beispielsweise Toiletten oder Wellnessbereich, eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.
  • Für die Gastronomie und Vergnügungsstätten gilt zunächst befristet bis einschließlich 1. November 2020 eine Sperrstunde von 23:00 bis 6:00 Uhr.
  • Der Konsum von alkoholischen Getränken im öffentlichen Raum ist verboten. Ausgenommen sind Gaststätten einschließlich Außengastronomie während der jeweiligen Öffnungszeiten.
  • Der Ausschank, die Abgabe und der Verkauf von alkoholischen Getränken sind in der Zeit von 23:00 bis 6:00 Uhr an allen Verkaufsstätten und ähnlichen Einrichtungen, insbesondere Tankstellen, Kiosken, Einzelhandelsgeschäften und Supermärkten, untersagt.
  • Zusammenkünfte und Veranstaltungen sowie Kulturangebote, wie Theater, Opern, Konzerte, Kinos und ähnliches, sind auf eine maximale Teilnehmerzahl 100 Personen beschränkt. Es ist in allen Bereichen, auch am eigenen Sitzplatz, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Dies gilt zum Beispiel auch für Vorstandssitzungen und Jahreshauptversammlungen in Vereinen.
  • Bei Zusammenkünften von Glaubensgemeinschaften zur gemeinschaftlichen Religionsausübung, Trauerfeierlichkeiten, Bestattungen und religiösen Schulungsveranstaltungen müssen alle Teilnehmenden eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Ein Abnehmen der Mund-Nasen-Bedeckung ist kurzfristig zulässig, wenn dies zur Vornahme einer notwendigen religiösen Handlung zwingend erforderlich ist und dabei der Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen eingehalten wird.
  • Ältere und pflegebedürftige Menschen dürfen in ihren jeweiligen Einrichtungen innerhalb einer Woche drei Mal Besuch von maximal jeweils zwei Personen für je eine Stunde erhalten.
  • In Alten- und Pflegeheimen, Obdachlosenunterkünften, Asylbewerberunterkünften sowie in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen und Tagesförderstätten sind Beschäftigte sowie Besucherinnen und Besucher verpflichtet, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.
  • Ab der fünften Klasse besteht in den weiterführenden Schulen auch im Unterricht eine Maskenpflicht.
  • Sportunterricht findet an allen Schulen nur kontaktlos statt. Ab der fünften Klasse darf dieser zusätzlich nur im Freien stattfinden. Kontaktlos bedeutet mit mindestens 1,5 Meter Abstand.
  • Beim Sportbetrieb im Trainings- und Wettkampfbetrieb sind Zuschauende sowohl in geschlossenen Räumen als auch unter freiem Himmel nicht gestattet. Davon ausgenommen sind Begleitpersonen der Sportlerinnen und Sportler, insbesondere Betreuerinnen und Betreuer, Trainerinnen und Trainer oder Aufsichtspersonen bei Minderjährigen.
  • Mund-Nasen-Bedeckungen sollen überall dort getragen werden, wo Menschen dichter oder auch länger zusammenkommen, insbesondere auf stark frequentierten Plätzen, wie Fußgängerzonen, Marktplätze, Fahrstühle und Eingangsbereichen von Hochhäusern. Mund-Nasen-Bedeckungen müssen auch von Besucherinnen und Besuchern von Veranstaltungen und dort auch auf dem eigenen Sitzplatz getragen werden.

Eine gute Übersicht über die Regelungen gibt das anhängende Schaubild.

Bitte anschauen, verinnerlichen, Freunde und Bekannte informieren – denn im Familien und Freundeskreis findet offenbar immer noch der Großteil der Neuinfektionen statt.

Freundschaft heißt -so schwer es auch manchmal fallen mag- auch körperlicher Abstand und Verzicht auf Nähe in diesen Tagen, um in Zukunft bei guter Gesundheit genau diese Nähe wieder erleben zu können.

Von daher, wir müssen das Ruder jetzt dringend rumreißen, sonst stehen uns ganz schwierige Wochen und Monate ins Haus!

Los geht’s! Regeln beachten, Virus zurückdrängen!

Ihr

Martin Burlon

Bürgermeister

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