Burlons Corona Update 28.10.2020

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

puh, das sind heftige Entscheidungen zur Eindämmung der Pandemie die heute Nachmittag getroffen wurden und auch in Hessen ab 02.11.2020 greifen werden.

Offenbar ist die Gefahr für die nächsten Tage und Wochen durch das Anwachsen der folgenden Zahlen, im Kreis heute 630 aktive Fälle, Dietzenbach als erste Stadt mit über 100 aktiven Fällen, Dreieich und Neu-Isenburg bei 75, auch landesweit und bundesweit immer höhere Zahlen, 50(!) Personen mit Corona in den beiden Krankenhäusern in Langen und Seligenstadt, 13 davon auf der Intensivstation …, deutlich gravierender als bisher bekannt. Offenbar drohen bei ungebremster Ausbreitung des Virus wie in den letzten Tagen bereits in kurzer Zeit überlastete Kliniken und vor allem überlastete Intensivstationen.

Wohl vor allem vor diesem Hintergrund sind dem Papier der Runde der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten folgende geplante Maßnahmen ab dem 02.11.2020 zu entnehmen (ACHTUNG: Was in Hessen konkret gelten wird, entscheidet die Landesregierung morgen, dies ist dann für uns ab kommenden Montag maßgeblich, ich halte Sie auf dem Laufenden!):

– Ab dem 2. November sollen deutschlandweit die im Folgenden dargelegten zusätzliche Maßnahmen in Kraft treten. Die Maßnahmen werden bis Ende November befristet.

– Wichtigste Maßnahme in der kommenden Zeit wird es sein, Abstand zu halten und Kontakte zu verringern. Die Bürgerinnen und Bürger werden angehalten, die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren.

– Der Aufenthalt in der Öffentlichkeit ist daher ab Montag nur mit den Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes jedoch in jedem Falle maximal mit 10 Personen gestattet. Dies gilt verbindlich und Verstöße gegen diese Kontaktbeschränkungen werden entsprechend von den Ordnungsbehörden sanktioniert. Darüber hinausgehende Gruppen feiernder Menschen auf öffentlichen Plätzen, in Wohnungen sowie privaten Einrichtungen sind angesichts der ernsten Lage in unserem Land inakzeptabel. Bund und Länder wirken bei den verstärkten Kontrollen zusammen.

– Bürgerinnen und Bürger werden aufgefordert, generell auf nicht notwendige private Reisen und Besuche -auch von Verwandten- zu verzichten. Das gilt auch im Inland und für überregionale tagestouristische Ausflüge. Übernachtungsangebote im Inland werden nur noch für notwendige und ausdrücklich nicht touristische Zwecke zur Verfügung gestellt.

– Institutionen und Einrichtungen, die der Freizeitgestaltung zuzuordnen sind, werden geschlossen. Dazu gehören Theater, Opern, Konzerthäuser und ähnliche Einrichtungen; Messen, Kinos, Freizeitparks und Anbieter von Freizeitaktivitäten (drinnen und draußen), Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnliche Einrichtungen; Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnliche Einrichtungen; der Freizeit- und Amateursportbetrieb mit Ausnahme des Individualsports allein, zu zweit oder mit dem eignen Hausstand auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen; Schwimm- und Spaßbäder, Saunen und Thermen; Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen; Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen, werden untersagt. Profisportveranstaltungen können nur ohne Zuschauer stattfinden.

– Gastronomiebetriebe sowie Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen werden geschlossen. Davon ausgenommen ist die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause sowie der Betrieb von Kantinen.

– Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe werden geschlossen, weil in diesem Bereich eine körperliche Nähe unabdingbar ist. Medizinisch notwendige Behandlungen, zum Beispiel Physio-, Ergo und Logotherapien sowie Podologie/Fußpflege, bleiben weiter möglich. Friseursalons bleiben unter den bestehenden Auflagen zur Hygiene geöffnet.

– Der Groß- und Einzelhandel bleibt unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen insgesamt geöffnet. Dabei ist sicherzustellen, dass sich in den Geschäften nicht mehr als ein Kunde pro 10 qm Verkaufsfläche aufhält.

– WICHTIG: Schulen und Kindergärten bleiben offen.  

– Für die von den temporären Schließungen erfassten Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen wird der Bund eine außerordentliche Wirtschaftshilfe gewähren, um sie für finanzielle Ausfälle zu entschädigen. Der Erstattungsbetrag beträgt 75% des entsprechenden Umsatzes des Vorjahresmonats für Unternehmen bis 50 Mitarbeiter, womit die Fixkosten des Unternehmens pauschaliert werden. Die Prozentsätze für größere Unternehmen werden nach Maßgabe der Obergrenzen der einschlägigen beihilferechtlichen Vorgaben ermittelt.

Nun gilt es auf die Konkretisierungen für Hessen zu warten. Bereits morgen stehen zudem Erörterungen auf Kreisebene und in unserem lokalen Pandemiestab an, so dass wir hoffentlich vor dem Wochenende wissen, auf was wir uns ab Montag einstellen müssen.

Da aber jeder Tag zählt, können wir auch ohne Vorschriften schon morgen beginnen, die Kontakte weiter einzuschränken und so unseren Beitrag zu leisten.

So ärgerlich es ist und so stark Bürgerinnen und Bürger, da vor allem auch viele Unternehmen, betroffen sein werden, aber wir müssen nun wieder verhindern, dass es auch bei uns zu Situationen kommt, wie Sie unsere Nachbarländer leider in Teilen bereits wieder durchleben müssen.

Machen Sie mit! Vielen Dank!

Bei Fragen rund um Corona steht auch weiterhin die Hotline des Kreises zur Verfügung.

Beste Grüße

Ihr

Martin Burlon

Bürgermeister

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