Burlons Corona Update 05.11.2020

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,


die weitere Ausbreitung der Pandemie ist noch nicht gestoppt und wie allgemein vorhergesagt, sind nun leider auch bei uns neben Schulklassen zwei Kitas und das Johanniter-Haus Dietrichsroth von positiven Corona-Fällen betroffen, wie einer Pressemitteilung des Kreises von heute zu entnehmen ist, siehe anhängenden Link.


Den Wunsch der Eltern und die Zielrichtung der Bundes- und Landesregierung Kindertagesstätten und Schulen so lange es irgend geht offen zu halten unterstütze ich absolut.


Aus diesem Grund haben wir auch das bei uns in Dreieich aus gutem Grund praktizierte und bewährte offene Konzept, welches den Kindern ein freies Bewegen und Spielen in der gesamten Einrichtung und somit Kontakt zu allen Kindern und Erzieher*innen ermöglicht, solange wie möglich aufrechterhalten, obwohl klar war, dass bei einem positiven Fall in einer Einrichtung, diese komplett für 14 Tage geschlossen werden muss.


Dies war bei dem bisherigen Pandemieverlauf vertretbar und etliche Verdachtsfälle in den letzten Wochen und Monaten, von denen die Eltern stets unterrichtet wurden, haben wir gut durchstanden.


Nun sind jedoch -auch ein Einfluss der deutlich stärkeren und diffusen Verbreitung des Virus auch in unserer Stadt- diese Woche kurz hintereinander unsere beiden Einrichtungen in der Birkenau und an der Winkelsmühle wegen je eines positiven Covid-19 Falls in der Einrichtung komplett geschlossen worden.


Um weitere komplette Kitaschließungen zu vermeiden und das Risiko für den Entfall einer Betreuungsmöglichkeit für alle betroffenen Eltern für ganze 14 Tage zu minimieren, haben wir uns dazu entschlossen, sog. Tandemgruppen (immer 2 Gruppen fest zusammen) zu bilden, so dass bei einem Fall in einer Tandemgruppe nur dieses „Tandem“ 14 Tage zu Hause bleiben muss, während das andere „Tandem“, sofern die Kita eine solche Größe hat, weiter betreut werden kann.


Trennen wir dies nicht in dieser Form, muss die gesamte Kita (beide Tandems oder je nach Größe der Kita noch weitere Gruppen) auch künftig bei einem Fall im gesamten Haus 14 Tage geschlossen bleiben.


Da der Betrieb und auch der Personalansatz in den Einrichtungen nicht auf diese Struktur ausgelegt ist und auch bei den festen Gruppen Mindeststandards an Betreuungspersonal zu gewährleisten sind, kann ab nächster Woche in den Kitas, in denen die „Tandems“ gebildet werden, nur noch eine Betreuungszeit von 8 Stunden angeboten werden. Die konkreten Betreuungszeiten legt die jeweilige Einrichtung fest.


Wir folgen damit Maßnahmen, die nach meinem Kenntnisstand bereits Egelsbach, Rödermark, Heusenstamm und Offenbach in den letzten Tagen ergriffen haben.


Mir ist selbstverständlich klar, dass auch dies Eltern vor entsprechende Schwierigkeiten stellt. Allerdings sind die Schwierigkeiten noch größer, wenn mehrmals hintereinander die gesamte Kita 14 Tage geschlossen werden muss. Dies entspricht nicht dem gemeinsamen Ziel die Einrichtungen so lange wie möglich in Betrieb zu lassen.


Von daher muss ich für diese Maßnahme um Verständnis bitten. Wir werden selbstverständlich, sobald es die Pandemielage zulässt, den Betrieb wieder in die gewohnte Struktur zurückführen.


Letzte Information: Der Verfügung des Kreises Offenbach zur Schließung der Kita Birkenau bis einschließlich 09.11.2020 ist die neue -seit dieser Woche geltende- Praxis des Kreises zu entnehmen, wonach nur die positiv getestete Person sowie alle Haushaltsangehörigen sich bereits gemäß Coronaverordnung zu Hause „absondern“/ isolieren müssen. Alle anderen (Kinder und deren Eltern) müssen nicht in Quarantäne. Ihnen wird als Empfehlung aufgegeben: Alle Kontakte zu reduzieren (insbesondere zu Risikogruppen), Menschenmengen zu meiden und sich selbst zu beobachten. D.h. ein Verbot das Haus zu verlassen besteht nicht mehr. Wenn Symptome auftreten, die mit COVID-19 vereinbar sind (Fieber, Husten, Schnupfen, Halsschmerzen, Durchfall, Allgemeinsymptome) sollte eine telefonische Kontaktaufnahme mit dem Gesundheitsamt oder ärztlichen Bereitschaftsdienst (Tel. 116117) erfolgen. Zudem sei eine Testung der Kinder nur bei auftretenden Symptomen erforderlich.


Ich möchte auch an dieser Stelle unseren Kita-Teams ein großes Kompliment machen, die in einer bisher nie dagewesenen -zum Teil täglich wechselnden- Herausforderung neben den bereits vorhandenen Betreuungsaufgaben auch einen immensen Organisations- und Kommunikationsaufwand betreiben, um gemeinsam mit den Eltern die Einrichtungen durch diese Zeit zu bringen. Vielen herzlichen Dank Ihnen allen!


Nochmals um Verständnis für unsere Maßnahmen bittend, verbleibe ich mit besten Grüßen und auch hier dem Wunsch diese Situation gemeinsam durchzustehen – denn nur so geht’s!


Ihr

Martin Burlon

Bürgermeister

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